Die Migräne unterscheidet sich von anderen Kopfschmerzarten vor allem dadurch, dass sie meist einseitig auftritt. Daher hat sie auch ihren Namen: Das Wort Migräne leitet sich aus dem griechischen "Hemikranie" ab, was so viel wie "halbköpfig" bedeutet. Kriterien der Erkrankung sind laut der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft:
Was ist Migräne?
Migräne ist eine fortschreitende Kopfschmerzerkrankung, die in Attacken auftritt und beispielsweise von Übelkeit, Erbrechen, Licht-, Geräusch- oder Geruchsempfindlichkeit begleitet werden kann. Migräne beginnt im Gegensatz zu anderen Kopfschmerzen häufig einseitig. Die Schmerzen sind pulsierend oder pochend und nehmen bei körperlicher Aktivität zu. Eine Migräne-Attacke kann unbehandelt vier bis 72 Stunden andauern. Während dieser Zeit verhindern die schweren Beeinträchtigungen ein normales Alltagsleben.
Wer bekommt Migräne?
In Deutschland sind schätzungsweise acht Millionen Menschen von der Erkrankung betroffen, etwa acht Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen. Die häufigsten Migräneattacken treten in der Altersgruppe von 35 bis 45 Jahren auf. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, und bei ihnen sind die Migräne-Attacken meist auch intensiver und dauern länger an. Auch Kinder sind von dieser Erkrankung betroffen, fünf von hundert Kindern in Deutschland leiden an Migräne.
Wie kann man Migräne-Attacken vorbeugen?
Moderne Medikamente können heute Migräne-Attacken vorbeugen, bevor sie entstehen. So wird ein vorbeugender Migräneschutz für Patienten empfohlen, die mehr als zwei Migräne-Attacke im Monat erleiden oder an mehr als zehn Tagen im Monat Medikamente gegen den akuten Migräne-Schmerz einnehmen. Auch Patienten, die an komplizierten Migräneattacken mit lang anhaltenden Auren leiden, oder bei denen die Migräneattacken regelmäßig länger als 72 Stunden andauern, können mit Medikamenten Migräne-Attacken vorbeugen. Wer häufig an Migräne oder besonders starken Kopfschmerzen leidet und Begleiterscheinungen ausgesetzt ist, verliert sehr viel an Lebensqualität. Die Zeit zwischen zwei Migräne-Episoden ist oft von der Angst vor der nächsten Attacke bestimmt - die Migräne wird zum Teufelskreis.
Was sollte ein moderner Migräneschutz können?
Gegenstand vieler wissenschaftlicher Untersuchungen ist, das Krankheitsbild der Migräne besser verstehen und so auch gezielter behandeln zu können. Durch den Nachweis, dass verschiedene Systeme im zentralen Nervensystem an den Migräneattacken beteiligt sind, kann moderner Migräneschutz der Attacke vorbeugen, bevor sie entsteht. Erste Erfolge können sich bereits nach einem Monat vorbeugender Einnahme zeigen. Moderner Migräneschutz muss nicht mit einer therapiebedingten Gewichtszunahme verbunden sein und ist auch ansonsten allgemein gut verträglich. Die Betroffenen können ihr Leben wieder aktiver gestalten: Sie erhalten Lebensqualität und wertvolle Tage ohne Migräne zurück.